Montag, 15. Juni 2015

Hofflohmärkte in der List

Der klassische Spruch "Ist das Kunst oder kann das weg?" hat sich im digitalen Zeitalter in "Das kann weg, verkauf' es auf Ebay!" gewandelt.
Der Wert einer Sache liegt im Blick des Betrachters. Es gibt "Müll", der bei Ebay oder auf Flohmärkten angeboten wird. Der bisherige Besitzer konnte sich nicht von der Sache trennen, bis sie wirklich verbraucht und beschädigt war. Doch es gibt dann auch die Sachen, die für den bisherigen Besitzer nie oder nicht mehr einen Wert haben, aber gut erhalten sind.

Beides sah ich beim ersten Hofflohmarkt hier in der List. Einige der beteiligten Häuser hatten offensichtlich die Vorstufe zum Sperrmüll (=Keller!) geräumt und meinten, dass dies zu verkaufen wäre. Wenn da nicht die anderen Sachen gewesen wären, hätte ich vermutlich nach ein oder zwei Hinterhöfen den Spaziergang durch meine Nachbarschaft beendet.
Die Fülle der interessanten Objekte, die einige Menschen angesammelt und verkaufen wollten war schon interessant.
(Gefangener Elefant in meiner Nachbarschaft, etwas für den nächsten Hofflohmarkt?)
Fast die Hälfte aller Stände war mit Kinderkleidung und Spielsachen gefüllt, doch aus den Gesprächsfetzen hörte ich zweimal, dass hier auch nicht gewünschten Geschenke entsorgt wurden. Und dann gab es natürlich auch die Erbsachen, wie verziertes Geschirr.
Nach sieben Höfen war ich satt und hatte außerdem einige schöne Sachen erworben. Ich habe nur sieben von mindestens 23 teilnehmenden Häusern in der Nachbarschaft besucht. Das Angebot ist viel größer und vielfältiger, als auf dem wöchentlichen Flohmarkt am Leineufer.
Da werde ich mal Gespräche im Haus führen, um zu hören, ob wir uns beim nächsten Mal nicht auch an diesem Flohmarkt beteiligen. Es haben bestimmt viele von uns in ihren Wohnungen Objekte angesammelt und schließlich weggestellt, die einen anderen Menschen erfreuen oder nützlich sein können.

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